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Partizipation: muss man „alle“ erreichen?

26/01/2011

Jeder Partizipationsprozess ist ein soziales System, das auch seine Grenzen hat. Also muss man nie alle erreichen aber jedenfalls die relevanten/maßgeblichen AkteurInnen für die jeweilige Fragestellung der Partizipation. Das Erreichen und Involvieren von AkteurInnen hängt zu einem Gutteil von den vorhandenen Ressourcen (Zeit, Geld, Personen) ab. Bei einigen Methoden (z.B. wisdom councils) wird überhaupt darauf gesetzt mit kleinen Gruppen 12-16 Personen zu arbeiten und mit diesen dafür mehr die die Tiefe zu gehen und dies dann der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wenn in einem Grätzel diese Methode regelmäßig angewendet wird, werden zunehmend mehr Personen einbezogen.
Andrea Binder-Zehetner

Je nach Thema sollten möglichst viele informiert werden, alle werden nie mitmachen.
Sonja Stepanek

Es können nicht alle erreicht werden, weil sich nicht alle immer beteiligen wollen (dies ist auch Lebensphasen abhängig). Aber es muss versucht werden möglichst alle Interessensgruppen (Milieus) zu erreichen und speziell benachteiligte Gruppen gezielt anzusprechen, sonst erhöht die Partizipation die Benachteiligung.
Christoph Stoik

„Alle“ kann man kaum erreichen; aber zumindest die Gruppen der maßgeblich Interessierten (Stakeholder).
Peter Mlczoch

Der Anspruch der Gemeinwesenarbeit sollte sein, v.a. diejenigen Interessen zur Artikulation zu ermutigen, die normalerweise schlecht repräsentiert sind (positive Diskriminierung, Anwaltschaft)
Andreas Novy/Sarah Habersack

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