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Wie können wir eine Schnittstelle/Dialog zwischen aktiven BürgerInnen und professionellen WissensträgerInnen (Fachleuten) erzeugen?

26/01/2011

Respekt aller Beteiligten schafft das notwendige Lernklima. Weiters braucht es gegenseitige Wertschätzung und die Einsicht, dass verschiedene Perspektiven ermächtigen, die Problematik des sozialen Zusammenhalts besser und umfassender zu verstehen und Potentiale zur Bearbeitung vor Ort zu identifizieren.

Abgesehen davon müssen für beide Seiten Anreize geschaffen werden, die für ihre institutionelle/alltagsspezifische Logik relevant sind. Die individuellen und institutionellen „brennenden Fragen“ müssen identifiziert werden, da ja nicht jeder dasselbe von einem solchen Dialog erwartet und das Wissen auf unterschiedliche Weise weiternutzt.
Andreas Novy/Sarah Habersack

Zu unterscheiden ist die lokale und die regionale Ebene, sowie, welche AkteurInnen eingebunden werden sollen (Wissenschaft, Politik, Verwaltung): Zu klären ist, welche Rolle die Wissenschaft in den politischen Prozessen hat, weil das ein sensibler Bereich ist, der Aktivierung und Beteiligung behindern (Hochschwelligkeit für BürgerInnen), oder verstärken kann (Unterstützung von Anliegen von AkteurInnen).

Lokale Ebene: klassische Methoden der GWA („Projekt- und Ideenwerkstatt, Politstammtisch, runder Tisch, BewohnerInnen-Versammlung, vertikale Vernetzungs- und Vertretungsstrukturen, ….); aber auch transdisziplinäre Forschungsprojekte, Arbeitsgruppen.

Regionale Ebene: periodisches „Koppeln und Entkoppeln“ von „System“ (Entscheidungsebenen) und „Lebenswelt“ (BewohnerInnen): nicht vereinnahmend, nicht zu repräsentativ. Rolle der GB als VermittlerInnen zwischen den Welten.
Christoph Stoik

In den Projekten entstehen diese Schnittstellen automatisch. Wenn ich einen Park umgestalte und BürgerInnen sind vom Anfang bis zum Ende dabei, dann kommt irgendwann die Diskussion mit Fachleuten um verschiedene „technische Details“ (zumeist die größten Hürden). Wesentlich ist, wie die Schnittstelle gestaltet wird, damit die unterschiedlichen Formen von Wissen auch genutzt werden können. Nicht zu vergessen gibt es auch eine Wissenshierachie also das Wissen von Fachleuten und das von Unimenschen hat meist mehr Gewicht, Bedeutung als das Alltagswissen.
Andrea Binder-Zehetner

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